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	<title>Wettbewerbsfähigkeit Archive - Verein zur Unterstützung der digitalen Transformation e.V.</title>
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		<title>Digitalisierung im Mittelstand erfolgreich umsetzen</title>
		<link>https://institut-fuer-digitale-transformation.de/digitalisierung-im-mittelstand-erfolgreich-umsetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jörg Vohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 14:57:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Chief Digital Officer]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland soll Hochtechnologieland bleiben, so zumindest das erklärte Ziel der Ampelkoalition. Damit sich dieser Status jedoch langfristig bewahren lässt, ist die digitale Transformation der Industrie unabdingbar. Und gerade hier tun sich derzeit noch viele kleine und mittlere Unternehmen ungemein schwer – eine Handlungsanleitung. Von Dr. Jörg Schumacher „Der Industrie kommt eine zentrale Rolle bei der Transformation der Wirtschaft mit Blick auf Klimaschutz und Digitalisierung zu“ – der Koalitionsvertrag der Bundesregierung macht deutlich, von wie großer Bedeutung die fortschreitende digitale Transformation der hiesigen Industrie ist. Zugleich hat sich die Ampelkoalition damit aber auch ein hohes Ziel gesteckt. Schließlich ist die digitale<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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<p><strong>Deutschland soll Hochtechnologieland bleiben, so zumindest das erklärte Ziel der Ampelkoalition. Damit sich dieser Status jedoch langfristig bewahren lässt, ist die digitale Transformation der Industrie unabdingbar. Und gerade hier tun sich derzeit noch viele kleine und mittlere Unternehmen ungemein schwer – eine Handlungsanleitung.</strong></p>



<p><em>Von Dr. Jörg Schumacher</em><em></em></p>



<p>„Der Industrie kommt eine zentrale Rolle bei der Transformation der Wirtschaft mit Blick auf Klimaschutz und Digitalisierung zu“ – der <a href="https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf">Koalitionsvertrag</a> der Bundesregierung macht deutlich, von wie großer Bedeutung die fortschreitende digitale Transformation der hiesigen Industrie ist. Zugleich hat sich die Ampelkoalition damit aber auch ein hohes Ziel gesteckt. Schließlich ist die digitale Transformation bei Weitem noch nicht in der Breite angekommen.</p>



<p>Insbesondere viele kleinere und mittlere Unternehmen hinken bei der Digitalisierung im Vergleich zu größeren Konzernen nach wie vor massiv hinterher. Wie das <a href="https://www.ifo.de/node/66506">ifo Institut</a> erst Ende vergangenen Jahres festgestellt hat, hapert es demnach massiv an der digitalen Innovationsfähigkeit zahlreicher Betriebe. Soll die Industrie hierzulande langfristig international wettbewerbsfähig bleiben, ist daher dringend Handlungsbedarf erforderlich.</p>



<p><strong>Digitale Technologien ganzheitlich integrieren</strong><strong></strong></p>



<p>Bevor jedoch die Gründe für das Hinterherhinken sowie mögliche Lösungsansätze dargelegt werden können, ist es zunächst entscheidend, einen Schritt zurückzumachen. Konkret geht es vorab nämlich um die Frage: Was genau sieht eine digitale Unternehmenstransformation vor? Obwohl das Wort „Digitalisierung“ in aller Munde ist, scheinen viele kleinere und mittlere Betriebe deren Bedeutung häufig zu unterschätzen. Womöglich, weil sie sich kein umfassendes Bild von den Chancen machen, die die Transformation bietet, und stattdessen eher die damit einhergehenden Aufgaben mit Skepsis betrachten.</p>



<p>Eine recht eingängige Definition liefert beispielsweise <a href="https://www.sap.com/germany/insights/what-is-digital-transformation.html">SAP</a>, Europas größter Softwarehersteller. Digitale Transformation bedeutet demnach, „digitale Technologien und Lösungen in alle Bereiche eines Unternehmens zu integrieren. Der Wandel ist dabei nicht nur technologischer, sondern auch kultureller Natur.“ Es wird also ersichtlich: Die Digitalisierung ist keineswegs ein Prozess, der sich von heute auf morgen erledigen lässt. Vielmehr handelt es sich um ein äußerst vielschichtiges und komplexes Unterfangen, das umgekehrt jedoch ein großes Wachstumspotenzial birgt.</p>



<p>Unternehmen, die digitalen Innovationen offen gegenüberstehen, haben etwa die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, auf diese Weise neue Kunden zu gewinnen oder bereits bestehende Stammkunden noch enger an sich zu binden. Somit stärken entsprechend digital aufgestellte Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz und sind letztlich dazu in der Lage, Zeit und Kosten aufgrund einer äußerst effizienten Arbeitsweise einzusparen.</p>



<p><strong>Mangelnde personelle und finanzielle Ressourcen</strong></p>



<p>Neben dem Faktor der unterschätzten Bedeutung dieses Wandels spielen jedoch noch viele weitere Gründe eine wichtige Rolle für den digitalen Rückstand. Zahlreiche Unternehmen leiten die Digitalisierung oftmals sehr inkonsequent ein – beispielsweise, weil sie sich hinsichtlich einer strategischen Herangehensweise schlichtweg nicht ausreichend auskennen, aber auch, weil es ihnen an personellen und finanziellen Ressourcen mangelt. Hinzu kommt die mit dem hohen Tempo digitaler Innovationen einhergehende Problematik. Fortlaufend werden neue Technologien entwickelt, die den Betrieben ein hohes Maß an Flexibilität abverlangen – eine Anforderung, der im Arbeitsalltag nicht immer nachzukommen ist.</p>



<p>Angesichts dieser Herausforderungen stellt sich entsprechend die Frage: Wie können es gerade KMU schaffen, sich innerhalb dieses fluktuierenden Marktumfeldes langfristig zu behaupten? Abhilfe kann hier der Einsatz eines externen Interim Managers schaffen, der im Idealfall gemeinsam mit einem erfahrenen und direkt arbeitsfähigen Team auftritt. Ein sicherlich berechtigter Einwand mag hierbei zwar zunächst sein, dass auch bei diesem Vorgehen initiale Kosten entstehen. Dieser Mehraufwand kann jedoch dank eines wesentlich effizienter und somit auch nachhaltigeren Transformationsprozesses ausgeglichen werden.</p>



<p>Doch der Reihe nach – worauf kommt es bei der digitalen Transformation an, unabhängig vom Einsatz eines sogenannten „CDO auf Zeit“? Als eine der absoluten Grundvoraussetzungen für den langfristigen Erfolg gilt dabei zunächst das einhellige Commitment der Führungsebene. Der Wandel betrifft wie eingangs geschildert sämtliche Bereiche eines Unternehmens – von der Produktion über den Vertrieb bis hin zur Logistik. Nur, wenn die Top-Ebene eines Betriebes hierbei eine einheitliche Sprache spricht, lassen sich später auch sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Prozess einbinden.</p>



<p><strong>Digitale Transformation – ein Fulltime-Job</strong></p>



<p>Darüber hinaus sind eine strukturierte Vorarbeit sowie die Implementierung eines steten digitalen Optimierungsprozesses unabdingbar. Dazu gilt es, zunächst den digitalen Status quo eines Unternehmens mit Hilfe einer Ist-Analyse zu untersuchen. Das Ergebnis kann dann wiederum mit State-of-the-Art-Lösungen verglichen werden. Die Differenz gibt schließlich einen guten Anhaltspunkt für den notwendigen Handlungsbedarf und ermöglicht zudem eine Priorisierung der anzugehenden Tätigkeitsfelder.</p>



<p>Ausgehend davon sollten bei der konkreten Maßnahmenplanung stets auch Zeit-, Kosten- und Nutzeneffekte berücksichtigt werden. Dies verhindert mögliche böse Überraschungen während des später fortlaufenden Digitalisierungsprozesses. Geht es dann um die konkrete Personalplanung, ist der Einsatz eines Digitalisierungsteams ungemein wichtig. Die digitale Transformation kann nicht „nebenbei“ durchgeführt werden, sie stellt vielmehr einen querschneidenden Belang dar, der entsprechend professionell bearbeitet werden will.</p>



<p>Das Team wird später die gesamte Umsetzung betreuen, regelmäßige Abgleiche mit den eingangs gesteckten Zielen machen und die Partner- und Lieferantenstrategie im Blick behalten. Anhand dessen wird deutlich, wie zeitintensiv der gesamte Prozess letztlich ist – und worin wiederum der Vorteil eines eingesetzten externen CDO mit Team besteht.</p>



<p>Denn: Dank dieses interimistischen Beratungsansatzes lässt sich die Digitalisierung nicht nur autonom vorantreiben. KMU schonen auf diese Weise insbesondere ihre Ressourcen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem können die digitalen Strukturen bereits parallel zum Einsatz des CDO-Teams aufgebaut werden – das spart Zeit und somit letztlich auch Geld. Schließlich gilt es, allein aufgrund der angestrebten Wettbewerbsfähigkeit die Unternehmensabläufe auch während des digitalen Wandels niemals zu stören und die vollumfängliche Handlungsfähigkeit eines Betriebes jederzeit zu bewahren.</p>



<p><strong>Über den Autor:</strong><strong></strong></p>



<p>Jörg Schumacher ist seit 2011 Partner bei der Unternehmensberatung Haselhorst Associates. Herr Schumacher hat langjährige Erfahrungen in der Beratung des Top-Managements und begleitete international als interner Berater und als Manager in Linienfunktionen zahlreiche Projekte zum Thema Organisation.&nbsp;</p>



<p>Für Haselhorst Associates hat er bereits mehrere Restrukturierungen in Dax-Konzernen mit großem Erfolg geleitet, darunter Reorganisationen in Frankreich, Portugal und Italien. Darüber hinaus hat Herr Schumacher beim Starnberger Unternehmen den Bereich Digitalisierung aufgebaut und verantwortet hier umfassende Digitalisierungsinitiativen bei global agierenden Großkunden.</p>
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		<title>Verschläft der deutsche Mittelstand die Zukunft?</title>
		<link>https://institut-fuer-digitale-transformation.de/verschlaeft-der-deutsche-mittelstand-die-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin InfDiTra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 23:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Made in Germany&#8220; gilt weltweit als Qualitätssiegel. Doch auf diesem guten Ruf dürfen sich deutsche Unternehmen nicht ausruhen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung und des Forschungsinstituts IW Consult zeigt, dass nur wenige Unternehmen in Deutschland die nötige Innovationskraft haben, um ihre Wettbewerbsposition auch langfristig zu sichern. Das Handelsblatt fasst zusammen: &#8222;Angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und der Tatsache, dass bahnbrechende Erfindungen inzwischen meist aus dem Ausland kommen, muss Deutschlands erfolgsverwöhnte Industrie aufpassen, im internationalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das zeigt auch eine neue exklusive Studie der Bertelsmann Stiftung und des Forschungsinstituts IW Consult. Demnach verfügt nur ein Viertel der<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://institut-fuer-digitale-transformation.de/verschlaeft-der-deutsche-mittelstand-die-zukunft/">Verschläft der deutsche Mittelstand die Zukunft?</a> erschien zuerst auf <a href="https://institut-fuer-digitale-transformation.de">Verein zur Unterstützung der digitalen Transformation e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p> <strong>&#8222;Made in Germany&#8220; gilt weltweit als Qualitätssiegel. Doch auf diesem guten Ruf dürfen sich deutsche Unternehmen nicht ausruhen. Eine <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2019/oktober/tradition-statt-disruption-deutsche-unternehmen-investieren-nicht-genug-in-die-zukunft/">Studie der Bertelsmann Stiftung und des Forschungsinstituts IW Consult</a> zeigt, dass nur wenige Unternehmen in Deutschland die nötige Innovationskraft haben, um ihre Wettbewerbsposition auch langfristig zu sichern. </strong></p>



<p>Das Handelsblatt fasst zusammen: &#8222;Angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und der Tatsache, dass bahnbrechende Erfindungen inzwischen meist aus dem Ausland kommen, muss Deutschlands erfolgsverwöhnte Industrie aufpassen, im internationalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das zeigt auch eine neue exklusive Studie der Bertelsmann Stiftung und des Forschungsinstituts IW Consult.</p>



<p>Demnach verfügt nur ein Viertel der Unternehmen über die nötige Innovationskompetenz und -kultur, um ihre Wettbewerbsposition langfristig zu sichern. Fast die Hälfte der Firmen hat es dagegen in den zurückliegenden Jahren verpasst, ihr Innovationsprofil an neue Bedingungen anzupassen. Das trifft vor allem auf kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) zu. „Verpassen diese KMU den Zeitpunkt für den notwendigen Strukturwandel hin zu mehr Innovationsfähigkeit, können sie und ihre Beschäftigten schnell zu Opfern veränderter Marktbedingungen werden“, warnt Armando García Schmidt von der Bertelsmann Stiftung.</p>



<p>Für die Studie wurden gut 1 000 Industrieunternehmen und industrienahe Dienstleister zu Faktoren wie neu eingeführten Produkt- oder Prozessinnovationen, ihrer Vernetzung mit der Wissenschaft, ihrer Stellung im Wettbewerb oder zur Organisation von Forschung und Entwicklung befragt. Aus den Ergebnissen haben die Forscher anschließend sieben verschiedene Innovationsmilieus entwickelt, denen sich die einzelnen Firmen zuordnen lassen.</p>



<p>Die Ergebnisse überraschen, haben sich doch die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der deutschen Wirtschaft seit der Jahrtausendwende auf zuletzt 88 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Auch galten große Branchen wie Autoindustrie oder Maschinenbau als innovationsstark. Doch schon die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hatte 2018 festgestellt, dass der Anteil von Unternehmen, die sich mit Produkt- oder Prozessinnovationen hervortun, seit 1999 von 56 auf 35 Prozent zurückgegangen ist.</p>



<p>Nur sechs Prozent der Unternehmen können sich demnach Technologieführer nennen. Sie verschieben die technologische Grenze stetig weiter nach außen, was sich unter anderem in einer großen Zahl von Patentanmeldungen und einer starken Vernetzung mit der Wissenschaft widerspiegelt. Die Technologieführer kommen vorrangig aus den Branchen Chemie und Pharma, Kunststoff sowie Metall und Elektro.</p>



<p>Knapp ein Fünftel der Unternehmen zählen die Studienautoren zu den „Disruptiven Innovatoren“. Dieses Milieu zeichnet sich durch eine hohe Risikobereitschaft und den Mut zu radikalen Innovationsprojekten aus, die oft unter Einbindung aller Mitarbeiter abseits klassischer Hierarchien entwickelt werden. Entsprechend finden sich hier viele Start-ups – knapp ein Viertel der Unternehmen dieser Gruppe wurde erst in den vergangenen zehn Jahren gegründet.</p>



<p>Deutschland rangiere in internationalen Rankings zur Innovationsfähigkeit seit Jahren auf den vorderen Plätzen und zählt laut Weltwirtschaftsforum zu den zehn forschungsintensivsten Volkswirtschaften der Welt, teilte dazu das Bundeswirtschaftsministerium mit. „Deutsche Unternehmen sind hochinnovativ. Wir müssen aber vor allem den Mittelstand stärker unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem Handelsblatt. Daneben müsse der Transfer von Innovationen in die Praxis schneller gelingen.</p>



<p>Der Spitzengruppe stehen am anderen Ende der Skala 46 Prozent der Unternehmen gegenüber, die wenig bis gar nicht innovativ sind. Das Gros verschließt sich neuen Technologien nicht, doch fehlt eine klare Strategie. Im besten Fall gelingen Innovationen im Zufallsprinzip. Oder die Firmen sind gut vernetzt mit ihren Kunden und profitieren von deren Vorschlägen zur Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen.</p>



<p>Innovationen werden also nicht aktiv vorangetrieben, sondern eher passiv aufgegriffen. Dies gilt vor allem für Firmen aus den Bereichen Bau, Logistik und Großhandel sowie viele industrienahe Dienstleister – und fast ausschließlich handelt es sich um Mittelständler mit weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz.</p>



<p>Jedes neunte Unternehmen, auch hier fast nur Kleinbetriebe, hält Innovationen nicht für wettbewerbsrelevant oder sieht sich nicht in der Lage, sie umzusetzen. „Die größte Gefahr ist der Erfolg von gestern“, sagt Markus Thomzik, Forschungsprofessor am Institut für angewandte Innovationsforschung (IAI) der Ruhr-Uni Bochum.</p>



<p>In „saturierten“ Gesellschaften und Firmen sei es sehr schwer, Neues zu wagen. Unternehmen müssten aber Mut zum Risiko haben und eine Fehlerkultur etablieren, weil 80 Prozent aller Innovationsprojekte scheiterten. Zugleich seien sie gezwungen, wenig Fehler zu machen, wenn sie Geld verdienen wollen. „Das ist ein Spagat“, sagt Thomzik.</p>



<p>Dabei zeigt die Studie auch – wenig überraschend – dass Innovationserfolg direkt mit wirtschaftlichem Erfolg zusammenhängt. So fällt etwa die Nettoumsatzrendite, also der Anteil des Gewinns am Umsatz, bei den befragten „Disruptiven Innovatoren“ um 33 Prozent höher aus als im Durchschnitt aller Milieus. Auch die Beschäftigung ist bei den Innovationsführern doppelt so schnell gestiegen wie bei innovationsfernen Unternehmen.</p>



<p>Vor allem der Mittelstand droht den Anschluss zu verlieren, warnt die Bertelsmann-Studie. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz böten neue Chancen, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) dem Handelsblatt. „Wir müssen kleinen und mittleren Unternehmen aber helfen, sie wahrzunehmen.“</p>



<p>Etwa, indem Wissenschaft und Wirtschaft noch enger zusammenarbeiten. Die Bundesregierung hatte nach langem Ringen endlich die steuerliche Forschungsförderung auf den Weg gebracht, um dem Mittelstand zu helfen. Allerdings streitet die Große Koalition derzeit noch über Details, sodass die für diese Woche geplante Verabschiedung im Bundestag verschoben wurde.</p>



<p>Dass vor allem kleine und mittlere Betriebe bei der Entwicklung neuer Technologien ins Hintertreffen geraten, führen die Studienautoren mit darauf zurück, dass der digitale Reifegrad bei ihnen noch sehr gering ausgeprägt ist – auch weil sie oft ihren Sitz nicht in mit Breitband versorgten Metropolen haben oder zu wenig Geld in digitale Technologien stecken. Investieren die „Disruptiven Innovatoren“ im Schnitt 5,8 Prozent ihres Umsatzes in die Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen, sind es über alle Milieus nur 3,4 Prozent.</p>



<p>„Die traditionelle Stärke der deutschen Wirtschaft liegt ja gerade in der Breite, bei den über Tausend Hidden Champions beispielsweise, die sich oftmals abseits der großen Metropolen finden“, sagt Dieter Janecek, Sprecher für Industriepolitik und digitale Wirtschaft der Grünen-Bundestagsfraktion. Wenn viele KMU den Anschluss an Innovation und Digitalisierung zu verlieren drohten, dann müsse uns das Sorgen machen. „Hier rächt sich auch, dass die Regierung den Ausbau der digitalen Infrastruktur gerade in ländlichen Räumen hat schleifen lassen.“</p>



<p>Auch Bertelsmann-Experte García macht sich für Investitionen in die klassische und vor allem die digitale Infrastruktur stark, damit die Vielzahl der KMU und auch der Unternehmen im ländlichen Raum den Anschluss nicht verliert. Allerdings können die Unternehmen selbst auch mehr für ihren Innovationserfolg tun. So könnten in Netzwerken oder Clustern Projekte gemeinsam gestemmt werden, die sich ein einzelnes Unternehmen nicht zutraue.</p>



<p>Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte steuerliche Forschungsförderung, über die im Detail immer noch gestritten wird (siehe nebenstehenden Artikel), halten die Forscher dagegen nicht für zielführend. Die geplanten Mittel von gut fünf Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2024 seien zu gering und würden außerdem „nach dem Gießkannenprinzip verteilt“.</p>



<p>Besser wären gezielte Förderinstrumente, die den Aufholprozess von KMU unterstützen, die richtigen Rahmenbedingungen für technologisch versierte Start-ups setzen und die Grundlagenforschung stärken, heißt es in der Studie. „Wir müssen Unternehmergeist hierzulande deutlich mehr fördern und wertschätzen“, sagt der innovationspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas Sattelberger.</p>



<p>Nötig seien zudem die qualifizierte Einwanderung Hunderttausender Tech-Spezialisten, eine rasch umzusetzende steuerliche Forschungsförderung und „blitzschnelle Maßnahmen“ für vernünftige digitale Infrastruktur.</p>



<p>Mehr: Europa fällt bei Schlüsseltechnologien zurück. Nur acht Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung entfallen auf europäische Firmen, sagt eine Studie. Vor allem bei der Vermarktung gibt es Probleme.&#8220;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://institut-fuer-digitale-transformation.de/verschlaeft-der-deutsche-mittelstand-die-zukunft/">Verschläft der deutsche Mittelstand die Zukunft?</a> erschien zuerst auf <a href="https://institut-fuer-digitale-transformation.de">Verein zur Unterstützung der digitalen Transformation e.V.</a>.</p>
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